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USA entziehen ehemaligem KZ-Wächter die Staatsbürgerschaft
SS-Mitglied Hartmann nach Deutschland ausgereist
Die USA haben dem früheren KZ-Wächter Martin Hartmann
wegen Verwicklung in Nazi-Gräueltaten die Staatsbürgerschaft
entzogen. Der inzwischen 88 Jahre alte Hartmann, der 1961 eingebürgert
worden war, habe bei Übersiedelung in die USA seine Mitgliedschaft
in einem SS-Wachregiment im Lager Sachsenhausen verschwiegen und
damit gegen die Bestimmungen verstoßen, teilte das US-Justizministerium
am Donnerstag mit. Ein Bundesrichter in Washington habe die Verleihung
der Staatsbürgerschaft rückgängig gemacht. Hartmann
sei der Aufforderung nachgekommen, die USA bis 31. August zu verlassen.
Nach Angaben des Ministeriums reiste er nach Deutschland aus.
Der Schritt belege die Entschlossenheit des US-Justizministeriums,
all jenen den Aufenthalt in den USA zu verweigern, "die dem
Nazi-Regime bei der Ausführung seiner völkermörderischen
Pläne geholfen haben", erklärte die zuständige
Abteilungsleiterin Alice Fisher. Den Angaben zufolge ging der Abschiebung
eine Einigung zwischen den Ermittlern und Hartmann voraus. Der zuletzt
im Bundesstaat Arizona ansässige Hartmann habe zugegeben, von
1943 bis 1945 dem SS-Totenkopfverband im Vernichtungslager Sachsenhausen
angehört zu haben und als Wächter eingesperrter Zivilisten
einen persönlichen Beitrag zum NS-Vernichtungsregime geleistet
zu haben.
Hartmann habe ebenfalls zugesichert, dass er die USA nicht mehr
betreten wird, heißt es in der Erklärung weiter. Die
Ermittlungen gegen Hartmann wurden geleitet von der "Abteilung
für Sonderermittlungen" (OSI) im US-Justizministerium,
dass sich auf die Identifizierung von Nazi-Tätern in den USA
spezialisiert hat. "Martin Hartmann und andere Mitglieder der
SS-Totenkopf-Wachbataillons waren unverzichtbare Komplizen der brutalen
Verbrechen in den nationalsozialistischen Konzentrationslagern",
erklärte OSI-Direktor Eli S. Rosenbaum. Seit 1979 hat das OSI
nach eigenen Angaben Verfahren gegen 106 Nazi-Täter gewonnen,
die in den USA Zuflucht gesucht hatten.
20. September 2007 - 20.25 Uhr
© AFP Agence France-Presse GmbH 2007
http://www.123recht.net/
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USA weist KZ-Wächter Hartmann aus
Weil er einst bei der Einreise in die USA seine SS-Mitgliedschaft
verschwiegen hat, wurde Hartmann nun die Staatsbürgerschaft
entzogen.
EPA/Thew Das US-Justizministerium entzog Hartmann die Staatsbürgerschaft.
Die USA haben dem früheren KZ-Wächter Martin Hartmann
wegen Verwicklung in Nazi-Gräueltaten die Staatsbürgerschaft
entzogen. Der inzwischen 88 Jahre alte Hartmann, der 1961 eingebürgert
worden war, habe bei Übersiedelung in die USA seine Mitgliedschaft
in einem SS-Wachregiment im Lager Sachsenhausen verschwiegen und
damit gegen die Bestimmungen verstoßen, teilte das US-Justizministerium
mit. Ein Bundesrichter in Washington habe die Verleihung der Staatsbürgerschaft
rückgängig gemacht. Hartmann sei der Aufforderung nachgekommen,
die USA bis 31. August zu verlassen. Nach Angaben des Ministeriums
reiste er nach Deutschland aus.
Geständnis
Der Schritt belege die Entschlossenheit des US-Justizministeriums,
all jenen den Aufenthalt in den USA zu verweigern, "die dem
Nazi-Regime bei der Ausführung seiner völkermörderischen
Pläne geholfen haben", erklärte die zuständige
Abteilungsleiterin Alice Fisher. Den Angaben zufolge ging der Abschiebung
eine Einigung zwischen den Ermittlern und Hartmann voraus. Der zuletzt
im US-Staat Arizona ansässige Hartmann habe zugegeben, von
1943 bis 1945 dem SS-Totenkopfverband im Vernichtungslager Sachsenhausen
angehört zu haben und als Wächter eingesperrter Zivilisten
einen persönlichen Beitrag zum NS-Vernichtungsregime geleistet
zu haben.
Einreiseverbot
Hartmann habe ebenfalls zugesichert, dass er die USA nicht mehr
betreten wird, heißt es in der Erklärung weiter. Die
Ermittlungen gegen Hartmann wurden geleitet von der "Abteilung
für Sonderermittlungen" (OSI) im US-Justizministerium,
das sich auf die Identifizierung von Nazi-Tätern in den USA
spezialisiert hat. "Martin Hartmann und andere Mitglieder der
SS-Totenkopf-Wachbataillons waren unverzichtbare Komplizen der brutalen
Verbrechen in den nationalsozialistischen Konzentrationslagern",
erklärte OSI-Direktor Eli S. Rosenbaum. Seit 1979 hat das OSI
nach eigenen Angaben Verfahren gegen 106 Nazi-Täter gewonnen,
die in den USA Zuflucht gesucht hatten.
US-Familie fordert politisches Asy
Den entgegengesetzten Weg haben fünf US-Bürger eingeschlagen.
Bei ihrer Ankunft am Flughafen in Helsinki haben sie um politisches
Asyl gebeten. Bei den zwei Erwachsenen und den drei Kindern handelt
es sich vermutlich um eine Familie, wie der finnische Grenzschutz
mitteilte, ohne ein Motiv für das Asylgesuch zu nennen. Die
finnische Presse spekulierte, Grund für den Asylantrag sei
die Ablehnung der Irak-Politik der USA.
Die Chancen auf Asyl beurteilte Grenzschutzchef Janne Piiroinen
als "winzig", da die Fünf aus einem anderen Land
des Schengen-Raums nach Finnland gereist waren. Das Dubliner Abkommen
der EU-Staaten sieht vor, dass dasjenige Land des Schengen-Raums
für das Asylverfahren zuständig ist, das ein Flüchtling
zuerst erreicht.
Artikel vom 20.09.2007, 22:03 | APA, AFP | hjh
http://www.kurier.at/
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USA entziehen ehemaligem KZ-Wächter Staatsbürgerschaft
20.09.2007 | 22:52 | (DiePresse.com)
Der 88-jährige Martin Hartmann hatte bei seiner Einreise die
SS-Mitgliedschaft verschwiegen. Er hat die USA bereits verlassen.
AP Archivbild aus dem Konzentrationslager Sachsenhausen,
Die USA haben dem früheren KZ-Wächter Martin Hartmann
wegen Verwicklung in Nazi-Gräueltaten die Staatsbürgerschaft
entzogen. Der inzwischen 88 Jahre alte Hartmann, der 1961 eingebürgert
worden war, habe bei Übersiedelung in die USA seine Mitgliedschaft
in einem SS-Wachregiment im Lager Sachsenhausen verschwiegen und
damit gegen die Bestimmungen verstoßen, teilte das US-Justizministerium
am Donnerstag mit. Ein Bundesrichter in Washington habe die Verleihung
der Staatsbürgerschaft rückgängig gemacht. Hartmann
sei der Aufforderung nachgekommen, die USA bis 31. August zu verlassen.
Nach Angaben des Ministeriums reiste er nach Deutschland aus.
Nazi-Mittätern Aufenthalt verweigern
Der Schritt belege die Entschlossenheit des US-Justizministeriums,
all jenen den Aufenthalt in den USA zu verweigern, "die dem
Nazi-Regime bei der Ausführung seiner völkermörderischen
Pläne geholfen haben", erklärte die zuständige
Abteilungsleiterin Alice Fisher. Den Angaben zufolge ging der Abschiebung
eine Einigung zwischen den Ermittlern und Hartmann voraus.
Der zuletzt im US-Staat Arizona ansässige Hartmann habe zugegeben,
von 1943 bis 1945 dem SS-Totenkopfverband im Vernichtungslager Sachsenhausen
angehört zu haben und als Wächter eingesperrter Zivilisten
einen persönlichen Beitrag zum NS-Vernichtungsregime geleistet
zu haben.
USA nie mehr betreten
Hartmann habe ebenfalls zugesichert, dass er die USA nicht mehr
betreten wird, heißt es in der Erklärung weiter. Die
Ermittlungen gegen Hartmann wurden geleitet von der "Abteilung
für Sonderermittlungen" (OSI) im US-Justizministerium,
dass sich auf die Identifizierung von Nazi-Tätern in den USA
spezialisiert hat. "Martin Hartmann und andere Mitglieder der
SS-Totenkopf-Wachbataillons waren unverzichtbare Komplizen der brutalen
Verbrechen in den nationalsozialistischen Konzentrationslagern",
erklärte OSI-Direktor Eli S. Rosenbaum. Seit 1979 hat das OSI
nach eigenen Angaben Verfahren gegen 106 Nazi-Täter gewonnen,
die in den USA Zuflucht gesucht hatten.
(Ag.)
http://www.diepresse.com/
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20. September 2007
USA entziehen Ex-KZ-Wärter Staatsbürgerschaft
Ein US-Bundesgericht in Washington hat einem ehemaligen SS-Wärter
im Konzentrationslager Sachsenhausen die Staatsbürgerschaft
entzogen. Wie das US-Justizministerium am Donnerstag weiter mitteilte,
ist der heute 88-Jährige bereits nach Deutschland ausgereist.
Er darf nicht mehr in die USA zurückkehren. Einzelheiten über
seinen jetzigen Aufenthaltsort wurden nicht bekannt gegeben.
Der Mitteilung zufolge war der gebürtige Rumäne Mitglied
einer SS- Totenkopfstandarte und von 1943 bis zum Ende des Zweiten
Weltkrieges bewaffneter Wärter in Sachsenhausen. 1955 sei er
in die USA eingewandert und habe sechs Jahre später die US-Staatsbürgerschaft
erworben, ohne seine Vergangenheit offenzulegen.
Wie es weiter hieß, gab der Mann in einer bereits im August
getroffenen Vereinbarung mit den US-Justizbehörden zu, dass
er als Mitglied der Totenkopfstandarte in Sachsenhausen im Dienste
der Nazis stand. Im Rahmen der Vereinbarung erklärte er sich
zur Ausreise bereit und akzeptierte den Entzug seiner Staatsbürgerschaft.
(dpa)
http://www.n24.de
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USA entziehen Ex-KZ-Wärter Staatsbürgerschaft
20. Sep 2007 22:38
In den USA wurde einem 88-Jährigen die Staatsbürgerschaft
entzogen. Er war bis zum Ende des Zweiten Weltkrieges bewaffneter
Wächter im KZ Sachsenhausen.
Ein US-Bundesgericht in Washington hat einem ehemaligen SS-Wärter
im Konzentrationslager Sachsenhausen die Staatsbürgerschaft
entzogen. Wie das US-Justizministerium am Donnerstag weiter mitteilte,
ist der heute 88-Jährige bereits nach Deutschland ausgereist.
Er darf nicht mehr in die USA zurückkehren. Einzelheiten über
seinen jetzigen Aufenthaltsort wurden nicht bekannt gegeben.
Der Mitteilung zufolge war der gebürtige Rumäne Mitglied
einer SS- Totenkopfstandarte und von 1943 bis zum Ende des Zweiten
Weltkrieges bewaffneter Wärter in Sachsenhausen. 1955 sei er
in die USA eingewandert und habe sechs Jahre später die US-Staatsbürgerschaft
erworben, ohne seine Vergangenheit offenzulegen.
Wie es weiter hieß, gab der Mann in einer bereits im August
getroffenen Vereinbarung mit den US-Justizbehörden zu, dass
er als Mitglied der Totenkopfstandarte in Sachsenhausen im Dienste
der Nazis stand. Im Rahmen der Vereinbarung erklärte er sich
zur Ausreise bereit und akzeptierte den Entzug seiner Staatsbürgerschaft.
(dpa)
http://www.netzeitung.de/
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